Direkt zum Hauptbereich

Uhrwerk

Tick, tack.

Ich bin ein Uhrwerk. Ich klackere vor mich hin, unermüdlich.
So soll es auch sein. Von mir wird nichts anderes erwartet.
Ich habe eine Aufgabe, und die werde ich erfüllen.
Ohne meine Gedanken an irgendwas anderes zu verschwenden.

Tick, tack.

Manchmal bleibe ich stehen. Meine Zahnräder bewegen sich nicht mehr.
Das ist in Ordnung so. Manchmal brauche ich etwas Stillstand.
Ich bewege mich so viel. Da kann das manchmal auch zu viel werden.
Aber dann laufe ich weiter. Ich werde nämlich gebraucht.

Tick, tack.

Ich bin ein Durcheinander. Meine Zahnräder stehen kreuz und quer.
Manchmal verliere ich selber den Überblick. Es ist schwer sortiert zu bleiben.
Ein Rad dreht das Andere. Da verlaufen manche Bewegungen ins Nirgendwo.
Aber das bin eben Ich. So funktioniere ich, so helfe ich.

Tick, tack.

Irgendwann werde ich ausrangiert sein. Irgendwann bin ich fertig.
Es wird der Tag kommen, da gibt es besseres als mich.
Doch trotzdem werde ich weiterticken. Irgendwer liebt mich schon dafür.
Ich bin kompliziert, sperrig, koste Nerven. Doch das bin eben ich.

Tick, tack.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Kommentar zu "Der brave Herr Schulz", oder: MEGA!

Dieser Beitrag ist ein Kommentar zu diesem Beitrag. Also erstmal das lesen, bitte dankeschön.

Das Wichtigste gleich zum Einstieg:
Es passiert echt nicht oft, dass mich ein Beitrag im Spiegel aufregt. Das es dann noch in solch einem Rahmen passiert, als das ich mich dazu gezwungen sehe, etwas dazu zu schreiben, passiert noch viel seltener.
Und was zur gottverdammten Hölle will uns der Autor eigentlich sagen?! Erstmal ganz unabhängig davon, was er über Schulz sagt. Wieso ist die AfD der Gewinner des Abends? Nur, weil den Abend über die angeblichen "Folgen" der "Flüchtlingskrise" gesprochen wurde (übrigens - Claus Strunz ist für seine unglaublich dämlichen und vorwurfsvollen Fragen nicht zu Unrecht in die Kritik gekommen), heißt das noch lange nicht, dass der AfD wertvoller Spielraum zugekommen ist. Meiner Meinung nach ist eher der gegenteilige Fall eingetreten: Erst dadurch, dass solch penetrante und fehl am Platz wirkende Fragen gestellt wurden, die mit einer Kanzle…

Writing Prompt #1

Die Idee für den folgenden Text stammt von Reddit. Die "Aufgabe" lautet wie folgt:
"We finally get men on Mars and they discover an old Soviet flag placed down decades ago. The Soviets won the space race but for whatever horrifying reason didn't say anything."




Eingehende Übertragung. Annehmen?

>JA

Übertragung angenommen.

Starte Wiedergabe von Übertragung "EMERGENCY_BROADCAST_2059-04-12-0954".

...

...

ÜBERTRAGUNG START:

Ich hoffe, irgendwer wird das hier noch lesen...
Ich habe mich versteckt, sitze in der Kommunikationszentrale und tippe diese Zeilen, damit ihr zuhause wisst, wieso wir nicht mehr nach Hause kommen werden. Scheiße, sie sind bestimmt schon im Schiff...
Mein Name ist Private Arrington, ich wurde mit meiner Truppe auf eine Mission geschickt, um den Mars zu bemannen. Wir sollten die Ersten sein, die hier leben werden, für immer.
Doch wir waren nicht die Ersten. Ich hatte schon beim Start so ein beschissenes Gefühl. Verdammt, wieso sind wi…

Mein Sandwich-Dämon

Hunger. Ich habe unglaublichen Hunger. Mich giert es. Dieses Verlangen, es verschlingt mich. Ein grauenhaftes Gefühl. Ich verlange nach einem Sandwich. Mit Erdbeermarmelade und Erdnussbutter.
Ich schlendere in die Küche und nehme mir meine Zutaten. Weißbrot, Erdbeermarmelade und Erdnussbutter - eigentlich total simpel. Wäre schon echt ein Wunder, wenn man kein super leckeres Sandwich mit diesen Zutaten zaubert.
Ich ziehe auf einer Scheibe Brot ein paar Wellen aus Marmelade. Von Ecke zu Ecke in einer diagonalen, geschwungenen Bewegung beschmiere ich jede Ecke. Die gleiche Choreographie vollführe ich auf der anderen Scheibe mit der Erdnussbutter.
Und während ich beide Scheiben auf einen Teller lege erblinde ich fast an dem Leuchten, dass mein halb-fertiges Sandwich von sich gibt. Instinktiv greife ich nach den Brotscheiben und klappe das Sandwich zusammen. Das Leuchten ist verschwunden. He. Komisch.
Ich nehme den Teller mit zu der Couch und lege ihn neben mich auf das Sitzkissen.
Noch b…