Direkt zum Hauptbereich

Ohne Titel

Wir lernen uns kennen, und sofort knistert es.
Eine Spannung herrscht da zwischen uns beiden.
Natürlich tanzen wir den so wohlbekannten Tanz.
Wer bist du?
Wie tickst du?
Und das alles, das alles tauschen wir aus.
Wir erzählen uns unsere Lebensgeschichten, so schön wie es nur geht.
Wir tauschend das aus, was wohl am besten zu uns passt.
Wir spielen diese Idee von uns selbst aus, und spinnen sie gemeinsam weiter.
Hier hören unsere Geschichten auf, und unsere Geschichte beginnt.
Es werden Liebeleien ausgetauscht, wie man es eben macht.
Wir kommen uns näher, so lange, bis wir uns gegenseitig fressen.
Du bist Teil von mir, ich bin Teil von dir.
So sollte es zumindest sein.
Ich mache das, was ich tun soll, und fühle auch das, was ich fühlen soll.
Doch langsam neigt sich die Anleitung dem Ende.
Keiner hat gesagt, wie schwer es ist, wirklich zu lieben.
Sich zu verlieben ist nicht schwer.
Aber diese Liebe festzuhalten, sie zu nähren - das kann einem selbst das beste Buch von John Green nicht erklären.
Und so zerfällt das Bild, was wir uns zusammen aufgebaut haben.
Hinter den Rissen sieht man dann auch die hässliche Wahrheit.
Die hässliche Wahrheit über das Verliebt sein.
Und das es eben keine Liebe ist.
Langsam puzzelt man das Bild zusammen und merkt, dass man nicht die Teile zusammenbringt, die auch zusammenpassen.
Man hält noch diese leere Hülle aus Zusammenhalt, den gegenseitigen Liebesbekenntnissen, und den Zukunftsträumen zusammen, in der Hoffnung, sie bleiben irgendwo in der Realität hängen.
Aber es ist doch ganz schön, dass wir für das Ende wieder feste Regeln haben.
Das macht das ganze zwar nicht weniger schmerzhaft, aber leichter.
Aber irgendwie verliert man trotzdem einen Teil von sich selbst.
War es alles gelogen? War diese Liebe wirklich nur ein Trickspiel, das wir beide mitgespielt haben, weil wir einsam waren?

Ich hoffe, irgendwann die Antwort darauf finden zu können.
Das einzige, was gerade klar ist: Gefühle sind scheiße.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Kommentar zu "Der brave Herr Schulz", oder: MEGA!

Dieser Beitrag ist ein Kommentar zu diesem Beitrag. Also erstmal das lesen, bitte dankeschön.

Das Wichtigste gleich zum Einstieg:
Es passiert echt nicht oft, dass mich ein Beitrag im Spiegel aufregt. Das es dann noch in solch einem Rahmen passiert, als das ich mich dazu gezwungen sehe, etwas dazu zu schreiben, passiert noch viel seltener.
Und was zur gottverdammten Hölle will uns der Autor eigentlich sagen?! Erstmal ganz unabhängig davon, was er über Schulz sagt. Wieso ist die AfD der Gewinner des Abends? Nur, weil den Abend über die angeblichen "Folgen" der "Flüchtlingskrise" gesprochen wurde (übrigens - Claus Strunz ist für seine unglaublich dämlichen und vorwurfsvollen Fragen nicht zu Unrecht in die Kritik gekommen), heißt das noch lange nicht, dass der AfD wertvoller Spielraum zugekommen ist. Meiner Meinung nach ist eher der gegenteilige Fall eingetreten: Erst dadurch, dass solch penetrante und fehl am Platz wirkende Fragen gestellt wurden, die mit einer Kanzle…

Writing Prompt #1

Die Idee für den folgenden Text stammt von Reddit. Die "Aufgabe" lautet wie folgt:
"We finally get men on Mars and they discover an old Soviet flag placed down decades ago. The Soviets won the space race but for whatever horrifying reason didn't say anything."




Eingehende Übertragung. Annehmen?

>JA

Übertragung angenommen.

Starte Wiedergabe von Übertragung "EMERGENCY_BROADCAST_2059-04-12-0954".

...

...

ÜBERTRAGUNG START:

Ich hoffe, irgendwer wird das hier noch lesen...
Ich habe mich versteckt, sitze in der Kommunikationszentrale und tippe diese Zeilen, damit ihr zuhause wisst, wieso wir nicht mehr nach Hause kommen werden. Scheiße, sie sind bestimmt schon im Schiff...
Mein Name ist Private Arrington, ich wurde mit meiner Truppe auf eine Mission geschickt, um den Mars zu bemannen. Wir sollten die Ersten sein, die hier leben werden, für immer.
Doch wir waren nicht die Ersten. Ich hatte schon beim Start so ein beschissenes Gefühl. Verdammt, wieso sind wi…

Mein Sandwich-Dämon

Hunger. Ich habe unglaublichen Hunger. Mich giert es. Dieses Verlangen, es verschlingt mich. Ein grauenhaftes Gefühl. Ich verlange nach einem Sandwich. Mit Erdbeermarmelade und Erdnussbutter.
Ich schlendere in die Küche und nehme mir meine Zutaten. Weißbrot, Erdbeermarmelade und Erdnussbutter - eigentlich total simpel. Wäre schon echt ein Wunder, wenn man kein super leckeres Sandwich mit diesen Zutaten zaubert.
Ich ziehe auf einer Scheibe Brot ein paar Wellen aus Marmelade. Von Ecke zu Ecke in einer diagonalen, geschwungenen Bewegung beschmiere ich jede Ecke. Die gleiche Choreographie vollführe ich auf der anderen Scheibe mit der Erdnussbutter.
Und während ich beide Scheiben auf einen Teller lege erblinde ich fast an dem Leuchten, dass mein halb-fertiges Sandwich von sich gibt. Instinktiv greife ich nach den Brotscheiben und klappe das Sandwich zusammen. Das Leuchten ist verschwunden. He. Komisch.
Ich nehme den Teller mit zu der Couch und lege ihn neben mich auf das Sitzkissen.
Noch b…