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Es werden Posts vom Oktober, 2017 angezeigt.

Das weiße Kaninchen

Tief in der Nacht wälze ich mich im Bett. In mir wühlt sich das Gefühl der Unruhe. Ich will stehen. Ich will laufen. Es knabbert an mir, es kitzelt, es brennt.
Die kalte Luft kühlt mein Gemüt. Aber meine Beine ruhen nicht und tragen mich durch die Straßen.
Und trotzdem liegen meine Gedanken noch im Bett und wälzen sich. Sie springen im Raum auf und ab.
Plötzlich halten meine Beine mich fest. In der grauen Dunkelheit glänzt schneeweißes Fell. Meine Augen sind fixiert. Von außen mag ich regungslos erscheinen, doch in mir wickeln sich zehntausend Szenarien ab, zehntausend Geschichten, die dieses Kaninchen zu erzählen hat. Wieso sitzt es dort und schaut mich an? Was will es mir sagen?
Mein Kopf raucht. Nervös trommele ich mit meinen Fingern auf das Innenfutter meiner Jackentaschen. Beine. Ja. Ich renne auf das Kaninchen zu. Das Kaninchen läuft weg. Doch das ist das Einzige, was mir gerade als sinnvoll erscheint. Ich kann ja nicht einfach stehen bleiben. Ich will einfach nicht stehen bleib…