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Nun also sitze ich hier, tief in der Nacht, verfasse Zeilen, die du niemals lesen wirst, im Leuchten der kleinen Kerze, die schon bald erlischt.
Mich trägt der Gedanke an dich durch die Nacht.
So romantisch wie es auch klingen mag; an mir zehrt dieser Gedanke.
Er entfacht sich lichterloh in meinem Kopf, zuerst mit Euphorie, dann mit Angst.
Ich sehne mich nach dir. Mir brennt mein Herz.
Mich fürchtet's vor meinem eigenem Empfinden. Und mir erschließt sich nicht weshalb.
Ich weiß nicht, wieso ich mich so nach deinen Worten sehne.
Mir fehlt es nicht an Eigenliebe - ich bin kein Mann von bescheidener Natur.
Doch trotzdem liebe ich jedes warme Wort von dir.
Normalerweise zieht es mich nicht so an Menschen heran, ich beschreite lieber meine eigene Wege.
Aber dennoch will ich dich mitnehmen auf meine Reise, dir von jedem Schritt erzählen,
als wäre es eine Weltumsegelung.
Deine Stille brennt mich von innen aus. Ich setze Funken nach Funken, doch du bleibst kalt.
Nie war diese Kälte so lähmend wie bei dir. Und ich weiß nicht, wieso.
Mir ist's, als ob mir der Boden wegbricht, Diele um Diele.
Ich will nicht, dass du die Lösung für alles bist. Oder das du mich so zerstörst.
Düster wie diese Nacht sind meine Gedanken, nur dein Licht leuchtet. Auch wenn so viele andere Sterne leuchten, orientiere ich mich an dir.
Aber wieso? Wieso denke ich so eintönig?
Es war doch alles gut, wie es war.
Vielleicht zeigt mir meine Feder, wo mein Verstand geblieben ist. Wenn nicht, dokumentiert sie wenigstens seinen Zerfall.
Der Docht rußt seine letzten Fasern aus, die Nacht ist nun nicht mehr als ein fades Glimmern.
Auf das ich mich in dieser Nacht irgendwann wiederfinde.


Kommentare

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Kommentar zu "Der brave Herr Schulz", oder: MEGA!

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Der Krieg der 100 Catherines (#7)

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